Das Tirpitzmuseum: Ein spannendes neues Ausflugsziel in Blåvand
 

Das Tirpitzmuseum: Ein spannendes neues Ausflugsziel in Blåvand

Unter der Oberfläche und mitten in den charakteristischen Sanddünen der dänischen Westküste, liegt die neue Top-Attraktion Blåvands: das Tirpitzmuseum.


Wer schon einmal die salzige Luft der dänischen Westküste geschnuppert hat, weiß, wie faszinierend die Landschaft hier ist.

Hier, wo rauer Wind auf zarten Sand trifft, salzige Luft auf schüchterne Sonne und ein fast endloser, flacher Strand auf hügeliges Dünengelände.

Was Sie vielleicht nicht wissen, ist dass sich mitten in diesen Dünen ein neues Museum der Extraklasse versteckt.


Das neue Tirpitzmuseum liegt mittendrin und unter der Oberfläche der Dünenlandschaft. Foto: Campaya.de.

Wir haben uns für Sie auf den Weg gemacht und uns die Ausstellungen näher angeschaut.

Unser Fazit? Auf keinen Fall verpassen!

Drei feste und eine wechselnde Ausstellung sorgen für eine Achterbahnfahrt aus Emotionen und Staunen. Sie erzählen ergreifend und multimedial vom Leben an der dänischen Westküste im Laufe der Zeit. 


Vom Bernsteinwald zur Schatzkammer

In der Bernstein-Schatzkammer. Foto: Campaya.de.

In der Ausstellung "Bernstein - das Gold des Meeres" (Dänisch: Rav - Havets Guld), erwarten Sie drei große Bernsteinklumpen.

In dem einen lernen Sie alles über Bernsteinjäger und ihre Jagd auf das Gold des Meeres, in dem anderen sehen Sie, wie eine Mücke oder eine Fliege vor 40 Millionen Jahren aussah und in dem dritten erwartet Sie eine Schatzkammer voller Bernsteinschmuck.

Darüberhinaus bewegen Sie sich durch einen multimedialen Bernsteinwald und lernen, wo das Gold des Meeres herkommt. 


Kriegsgeschichten in Nahaufnahme

Ganz dicht dran sind Sie in der Ausstelung "Ein Heer aus Beton". Foto: Campaya.de.

Natürlich spielt auch der zweite Weltkrieg im Tirpitzmuseum eine große Rolle.

In der Ausstellung "Ein Heer aus Beton" (Dänisch: En hær af beton), erwartet Sie unter anderem die rührende Geschichte eines 10-Jährigen Mädchens, die mit ihren Eltern aus ihrem Haus ausziehen musste, um Platz für deutsche Soldaten zu machen.

Ihr Tagebuch von damals macht es möglich, in einem nachgebauten Kinderzimmer die Welt aus ihren Augen zu betrachten.

In dieser Ausstellung finden Sie in jedem Bunker eine weitere, individuelle Geschichte vom Leben in Westjütland in dieser Zeit. 


Ganz großes Kino 

Wenn ein ganzer Raum zur Leinwand wird. Foto: Campaya.de.

Ein absolutes Highlight des Museums ist der Film in der Ausstellung "Verborgene Geschichten der Westküste" (Dänisch: Den skjulte vestkyst).

Er läuft zweimal die Stunde und erzählt in sechs Minuten von 20.000 Jahren an der Nordseeküste.

Dabei wird der gesamte Raum zur Leinwand und wer mag, sitzt in einem 100 Jahre alten Rettungsboot mittendrin. 


Der alte Tirpitzbunker

Durch einen Tunnel ist das neue Museum mit dem alten Bunker verbunden. Foto: Campaya.de.

Neben den Ausstellungen im neuen Museum, gibt es auch noch einen echten Bunker zu erforschen.

Das neue Tirpitzmuseum ist nämlich direkt mit dem alten Tirpitzbunker verbunden, der nie ganz fertiggebaut wurde.

Und das ist nicht ohne Grund so. 


"Das neue Museum ist der diametrale Gegensatz zum Bunker. Der Bunker ist ein geschlossener, menschenfeindlicher Klotz, der wie ein Hindernis in der Landschaft liegt. Dieses neue Museum ist eine Öffnung der Landschaft. Es ist ein demokratischer Raum, wo Menschen aus allen Ecken der Welt hereinkommen und hineinschauen können" - Claus Kjeld Jensen, Leiter der Vardemuseen.  


Auch wir sind der Meinung, dass es sich lohnt vorbeizuschauen.

Das neue Museum glänzt nicht nur durch faszinierende Architektur - es wurde von den Architekten der Bjarke Ingels Group gezeichnet - sondern auch durch spannende Geschichten für Groß und Klein. 

Hier werden Geschichten gehört, nicht gelesen. Foto: Campaya.de. 

Bei der Vielfalt ist für jeden etwas dabei. Foto: Campaya.de.

Und noch etwas: Im Tirpitzmuseum gibt es nichts zu lesen.

Alle Geschichten sind von professionellen Schauspielern eingesprochen worden und werden von den einzelnen Besuchern anhand einer kleinen Fernbedienung abgespielt.

Bis 18 Jahre ist der Eintritt frei, Erwachsene bezahlen 125 Kronen Eintritt.